2: Soziale Netzerke

Tipps für Rapper 2: Soziale Medien

(Stand August 2011)

Heutzutage kommt man nicht mehr ohne die Präsenz bei Twitter und Facebook u.ä. aus, dabei machen viele Rapper allerdings unnötige Fehler; und das auch noch nacheinander die gleichen. Deswegen hier ein kurzer Leitfaden:

Generell: Konten anmelden

Mache das selbst. Die Präsenz in den sozialen Netzwerken ist etwas dass du über deine Karriere über Jahre aufbauen wirst. Da möchtest du nicht den Zugang verlieren, weil das Passwort nur dein alter Manager kennt, der neuerdings nur noch auf Minimalraves ist, oder alles auf die Emailadresse von deinem alten Labelboss läuft, der dir schon seit Jahren Geld schuldet und das anders sieht. Das heißt nicht, dass du alles selbst machen musst nachher, aber die Emailadresse, die für die Einrichtung benutzt wird ist so eine Art Generalschlüssel: den solltest du nicht aus der Hand geben.

Benutzte eine Emailadresse, die noch sehr lange zugänglich sein wird für dich. Bei GeilerRapper@superLabel.de wäre ich mir nicht so sicher – gmx, web.de oder Googlemail sind da bestimmt beständiger. Deine Emailadresse bleibt bei allen sozialen Netzen (wenn du willst) unsichtbar.

Myspace

brauchst Du nicht mehr. War mal wichtig für Musik, jetzt nicht mehr.

Genauso StudiVZ oder MeinVZ : konzentriere Dich lieber auf die beiden großen:

Facebook

Es gibt zwei verschiedene Arten von Objekten bei Facebook: Profile und Seiten. Und Du brauchst von beiden jeweils eines:

Wenn du dich anmeldest, dann eröffnest du damit zwangsläufig ein persönliches Facebook-Profil. Nimm entweder den Namen, der in deinem Personalausweis steht, oder einen Spitznamen, der dir vor deinen Eltern und Nachbarn nicht peinlich wäre. Wenn du privat keinen Bock auf Facebook hast, dann gib dabei so wenig Angaben wie möglich an, viel mehr als einen Name und eine Emailadresse brauchen die nicht zu wissen. Setze Dich ein paar Minuten mit den Privatssphäreneinstellungen auseinander: alles was du bei Sichtbarkeit auf “nur ich” stellst, ist für den Rest der Welt unsichtbar.

Auch wenn dein echter Name dein Rappername ist oder was auch immer: dieses Profil eignet sich NICHT um eine Rolle in deiner öffentlichen Karriere zu spielen: Du kannst mit ihm keine Promo machen, probiere es gar nicht erst (den Fehler haben schon zu viele gemacht, ehrlich). Dafür machst du dann mit deinem eben erstellen Facebook Zugang nämlich sofort als nächstes eine Facebook-Seite:

Ihr gibst du deinen Bühnennamen. Manche packen auch ein “(official)” dahinter – ist in meinen Augen aber zweite Wahl. Bei dieser Seite kannst du dann noch andere Adminstratoren anlegen, die dir helfen die Seite zu pflegen. Du und diese Adminstratoren sind für Besucher bzw Fans übrigens unsichtbar.
Promote diese Seite, bzw den Link dorthin. Deine Fans sollen dort “Gefällt mir” klicken.

Du benutzt zwar nachwievor deinem privaten Namen um dich einzuloggen, aber wenn auf der Pinnwand deiner Seite(!) etwas schreibst, geschieht das automatisch im Namen der Seite (weil du Admin der Seite bist). Und so ein Eintrag taucht bei deinen Fans in ihrem Stream auf – und genau DAS willst du! Außerdem können deine Fans auch dort an deine Pinnwand was schreiben, diese Seite repräsentiert deine Bühnenpersönlichkeit und mit der sollen deine Fans interagieren. Schau auch in die Einstellmöglichkeiten bei der Seite, da gibt es ein paar schöne Sachen. Wenn du ein paar “Gefällt mir”s zusammen hast, dann kannst du unter “Hilfsmittel” übrigens auch einen schönen “Usernamen” festlegen. Dann ist Deine Seite erreichbar unter www.facebook.com/geilerRapper

Noch mal ganz deutlich: Trenne zwischen dir als Rapper, der Bühnenpersönlichkeit mit einer Facebook-Seite, und dir als Menschen. Letzterer geht auch mal zum Zahnarzt, streitet mit deiner Mutter, hat alte Schulkameraden und ein Facebook-Profil.

Twitter

Hier gibt es nur deine Bühnenpersönlichkeit: legen deinen Account mit deinem Rappernamen an. Versuche dabei keine Sonderzeichen zu verwenden: Twitter ist sehr viel störrischer ud technisch weniger ausgefeilt als andere Netzwerke, hier müssen deine Fans ab und zu deinen Namen auswendig kennen und ihn leicht eintippen können (auch auf Telefonen). Also _oO_G3il3r_R4pp3r_Oo_ ist ungeeignet. Außerdem solltest du deinen Namen so kurz wie nur möglich halten: Bei Twitter zählt jeder Buchstabe (wie bei einer SMS), je kürzer Dein Name, desto besser eignet er sich. “GRapper” ist auf Twitter u.U. besser als “GeilerRapper“.

Als erstes suchst du dir ein paar Rapper, die schon twittern, und “followst” denen. Beobachte was sie machen und versuche den Slang zu lernen. Twitter braucht ein bisschen Eingewöhnungszeit und ist (auch wenn man das zu Anfang nicht sofort sieht) mehr ein Dialog, ein großer Chat, mit einer etwas komischen Sprache. Wenn Du keinen Törn drauf kriegst da mit zu machen, dann lass es lieber – halbherzig ist Twitter nur nervig.

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